Alkohol im Straßenverkehr und die Folgen – Teil 2: Straftaten

Alkohol im Straßenverkehr und die Folgen – Teil 2: Straftaten

Teil 2: Verkehrsstraftat mit Entzug der Fahrerlaubnis und “Führerscheinsperre”

Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 ‰ und mehr liegt die sog. absolute Fahruntüchtigkeit im (motorisierten) Verkehr vor.

Bei Radfahrern wird erst ab 1,6 ‰ absolute Fahruntüchtigkeit angenommen.

Verkehrsstraftaten sind hier z.B. Trunkenheit im Verkehr (Trunkenheitsfahrt) oder Straßenverkehrsgefährdung.
Hier drohen Geldstrafen bis hin zu einer Freiheitsstrafe und der Entzug der Fahrerlaubnis. Der Nachweis erfolgt hier durch eine Blutentnahme, gegen die man übrigens keine Einwände erheben kann. Diese kann zur Not mit dem Einsatz von Gewalt durchgesetzt werden.

Was droht genau? Ein Beispiel:

Wird z.B. ein Ersttäter Schlangenlinien fahrend angehalten und dessen Blutprobe ergibt einen Wert von 1,65 ‰, dann könnte  eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von durchschnittlich 40 Tagessätzen sowie der Entzug der Fahrerlaubnis mit einer Sperrfrist von ca. 9 – 11 Monaten erfolgen.

In Flensburg gibt´s dann 7 Punkte auf´s Konto im Verkehrszentralregister (VZR).

Auch oft unbekannt: Die Punkte bleiben 10 Jahre stehen!

Und danach…?

Ab 1,6 Promille aufwärts muss im Falle des Entzugs der Fahrerlaubnis und anschließender Neubeantragung nach Ablauf der Sperre eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolviert werden

Bei mehreren entsprechenden Vorverurteilungen kommt auch eine Freiheitsstrafe in Betracht.

Die wenigsten wissen: Auch als Fahrradfahrer kann man wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt werden und seinen Führerschein verlieren!

Über RA Schlemm

Rechtsanwalt Romanus Schlemm ist als Fachanwalt für Verkehrsrecht in der Kanzlei Gärth-Martin Steuerberater Rechtsanwalt PartGmbB in Wetzlar in den Rechtsgebieten Verkehrsrecht und Baurecht tätig. Webseiten: www.geblitzt-was-tun.de; www.oldtimer-recht.de; www.gaerth-martin.de

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