Montag , 23 Oktober 2017
Blitzer-Info Teil 10: Geschwindigkeitsmessgerät Leivtec XV3 (Laser)

Blitzer-Info Teil 10: Geschwindigkeitsmessgerät Leivtec XV3 (Laser)

Diese Info-Reihe stellt aktuell in Deutschland in der Verkehrsüberwachung eingesetzte Messgeräte vor.Leivtec XV3

In der motorisierten Bevölkerung besteht die weit verbreitete Auffassung, Geschwindigkeitsmessungen seien in Ordnung und nicht angreifbar.

Es zeigt sich jedoch immer wieder, dass die Messgeräte nicht gemäß der Bedienungsanleitung bedient wurden, das Messpersonal nicht geschult oder Messfehler zu beklagen waren.

Heute geht es um das Lasermessgerät Leivtec XV3. Es ist ein digitales Geschwindigkeitsmesssystem der neuesten Generation mit digitaler Einzelbildaufzeichnung.

Bezeichnung: Leivtec XV3

Funktion: Geschwindigkeitsmessung – Infrarot– Lasermessverfahren mit Bilddokumentation

Einsatz: mobil – Messung aus der Hand oder mit Stativ; Messung aus Fahrzeug möglich. Sensorerfassung bei ca. 80 m; Messbeginn bei ca. 50 m Entfernung.

Gemessen wird ausschließlich der entgegenkommende Verkehr; Messung in Baustellen, Kurven und unübersichtlichen Stellem lt. Hersteller möglich.

Das Gerät kann -äußerst unaffällig- auf Stativ z.B. vor einer Leitplanke platziert werden. Das Gerät startet im automatischen Betrieb die Messung. Wenn die gemessene Geschwindigkeit größer als der eingestellte Grenzwert ist, wird die Messung mit den dazugehörenden Bildsequenzen abgespeichert. Die Messung startet automatisch zum Beispiel in einer Entfernung von ca. 50 m zum gemessenen Fahrzeug und endet, wenn sich das Fahrzeug um ca. weitere 20 m genähert hat.

Aufgrund der kurzen Messzeit und des fehlenden Blitzes bekommt man von der Messung meist gar nichts mit.

mögliche Fehler: z.B. Versäumung bzw. Nichtdokumentation  vorgeschriebener Tests vor Messbeginn, Fehlmessungen siehe unten, lückenhafte Dokumentation der Messreihe, fehlende Schulung des Messpersonals

Besonderheit: Auch hier wird (bei Messungen mit Tageslicht) nicht “geblitzt”, sondern es erfolgt in Kurzzeit eine Messung mit digitaler Dokumentation.

Es können Fehlmessungen bzw. eigentlich Fehlzuordnungen dergestalt nur vorkommen, dass sich im Messrahmen nicht nur ein Fahrzeug befindet. Diese Konstellation ist allerdings relativ selten und daher weniger auf einer Landstraße, sondern eher auf einer mehrspurigen Autobahn zu erwarten.

Der Messbetrieb bei Nacht ist möglich, aber an bestimmte Anforderungen geknüpft.

Eine Überprüfung des Messvorgangs durch einen Sachverständigen für Verkehrstechnik ist möglich.

Selbstverständlich muss auch dieses Messgerät zum Zeitpunkt der Messung gültig geeicht sein.

Fazit: Hier ist besonderes Augenmerk auf die Messung bzw. Messwertzuordnung, sowie die Dokumentation der Messung bzw. das Verfahren zu richten. Drohen Punkte in Flensburg oder gar ein Fahrverbot, kann die Beauftragung eines in diesem Bereich spezialisierten Rechtsanwalts lohnenswert sein. Besteht eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, übernimmt diese i.d.R. die entstehenden Kosten (mit Ausnahme einer evt. vereinbarten Selbstbeteiligung).

Über RA Schlemm

Rechtsanwalt Romanus Schlemm ist als Fachanwalt für Verkehrsrecht in der Kanzlei Gärth-Martin Steuerberater Rechtsanwalt PartGmbB in Wetzlar in den Rechtsgebieten Verkehrsrecht und Baurecht tätig. Webseiten: www.geblitzt-was-tun.de; www.oldtimer-recht.de; www.gaerth-martin.de

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