Blitzer-Info Teil 3: Lasermessgerät Riegl FG-21 P (Laserpistole) -motorradfahrerrelevant!

Blitzer-Info Teil 3: Lasermessgerät Riegl FG-21 P (Laserpistole) -motorradfahrerrelevant!

Mit diesem Messgerät werden auch Motorradfahrer gemessen!

Die Info-Reihe stellt aktuell in Deutschland in der Verkehrsüberwachung eingesetzte Messgeräte vor.

In der motorisierten Bevölkerung besteht die weit verbreitete Auffassung, Geschwindigkeitsmessungen seien in Ordnung und nicht angreifbar.

Es zeigt sich jedoch immer wieder, dass die Messgeräte nicht gemäß der Bedienungsanleitung bedient wurden, das Messpersonal nicht geschult oder Messfehler zu beklagen waren.

Heute geht es um das seit Jahren eingesetzte Lasermessgerät Riegel FG-21P. Es ist ein mobiles Geschwindigkeitsmesssystem ohne Fotodukumentation und ohne Videoaufzeichnung.

Bezeichnung: Riegl FG-21PFunktion: Geschwindigkeitsmessung – Lasermessverfahren ohne Foto- oder Videodokumentation

Einsatz: mobil – Messung aus der Hand oder mit Stativ; Messbereich bis 1000 Meter!

mögliche Fehler: z.B. fehlerhafte Kalibrierung (Aligntest) , Fehlmessungen (siehe unten), Dokumentation

Besonderheit: Mit diesem Gescghwindigkeitsmessgerät wird weder geblitzt, noch gefilmt. Es erfolgt folglich weder eine Fotodokumentation, noch eine Videoaufzeichnung. Da der Messbereich bis 1000 m reicht, erfolgt die Messung meist in einem Moment, in welchem der Betroffene noch gar nichts davon ahnt oder gar merkt! Nach der Messung wird angehalten mit Personalienfeststellung und Mitteilung des Vorwurfs. Insbesondere werden daher auch Motorräder gemessen.

Die eigentliche Messung ist somit objektiv nicht nachvollziehbar; es kommt auf die Aussage des Messbeamten und die Dokumentation der Messung an.

Es können Fehlmessungen bzw. eigentlich Fehlzuordnungen dergestalt vokommen, dass der Messbeamte ein vermeintlich anvisiertes Fahrzeug glaubt gemessen zu haben, in Wirklichkeit aber z.B. ein dahinter fahrendes Fahrzeug den Laserstrahl reflektiert und damit den Messwert gebildet hat. Da eine Messung sowohl in Richtung des amkommenden, als auch des abfließenden Verkehrs möglich sind, sind auch hier entsprechende Fehlmessungen, d.h. z.B. Messwertbildung durch Gegenverkehr, möglich. Mit diesem Verfahren vorgeworfene Geschwindigkeitsverstöße sollten daher besonders kritisch geprüft werden. Hier bestehen durchaus Chancen bei versierter Verteidigung.

Selbstverständlich muss auch dieses Messgerät zum Zeitpunkt der Messung gültig geeicht sein.

Fazit: Hier ist besonderes Augenmerk auf die Messung, die Messstelle und die Dokumentation der Messung bzw. das Verfahren zu richten. Drohen Punkte in Flensburg oder gar ein Fahrverbot, kann die Beauftragung eines in diesem Bereich spezialisierten Rechtsanwalts lohnenswert sein. Besteht eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, übernimmt diese i.d.R. die entstehenden Kosten (mit Ausnahme einer evt. vereinbarten Selbstbeteiligung).

Über RA Schlemm

Rechtsanwalt Romanus Schlemm ist als Fachanwalt für Verkehrsrecht in der Kanzlei Gärth-Martin Steuerberater Rechtsanwalt PartGmbB in Wetzlar in den Rechtsgebieten Verkehrsrecht und Baurecht tätig. Webseiten: www.geblitzt-was-tun.de; www.oldtimer-recht.de; www.gaerth-martin.de

6 Kommentare

  1. Hoffentlich erwischt mich die Polente nie mit einem solchen Messgerät. Das ist ja schon ziemlich hinterhältig. Weiss zufällig jemand, ob die Technik dahinter ähnlich wie die der Laser-Messer, die man von Handwerkern kennt, ist? Ich meine solche wie bei http://www.laserentfernungsmesser-test.de
    Allzeit kontrollreie Fahrt!!!

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