Gaffer filmt sterbenden Biker – Verurteilung zu hoher Geldstrafe und Fahrverbot

Gaffer filmt sterbenden Biker – Verurteilung zu hoher Geldstrafe und Fahrverbot

Der Fall:

Im September 2017 verunglückte ein Motorradfahrer auf der A8 derart schwer, dass Ersthelfer diesen zu reanimieren versuchten. Dies bemerkte ein LKW-Fahrer. Er hielt an und filmte mit seinem Smartphone, wie die Ersthelfer vergeblich versuchten, das Leben des verunglückten Bikers zu retten. Dies machte er solange, bis die Polizei eintraf und ihm das Smartphone abnahm. Es wurde Anzeige wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen erstattet.

Die Entscheidung:

Das Amtsgericht Günzburg erließ einen  – mittlerweile rechtskräftigen – Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 2.700,- Euro und einem Monat Fahrverbot.

Quelle: Beitrag auf frankenpost.de “Geldstrafe und Fahrverbot für Gaffer nach tödlichem Unfall” vom 12.12.2017

(Beitragsbild stammt aus eigener Quelle und nicht von dem Fall)

Fazit: Es bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidung vielen bekannt wird.

Über RA Schlemm

Rechtsanwalt Romanus Schlemm ist als Fachanwalt für Verkehrsrecht in der Kanzlei Gärth-Martin Steuerberater Rechtsanwalt PartGmbB in Wetzlar in den Rechtsgebieten Verkehrsrecht und Baurecht tätig. Webseiten: www.geblitzt-was-tun.de; www.oldtimer-recht.de; www.gaerth-martin.de

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