Mittwoch , 18 Oktober 2017
Kabinett stimmt Gesetzesänderung zu: Begleitetes Fahren mit 17 wird Dauerrecht

Kabinett stimmt Gesetzesänderung zu: Begleitetes Fahren mit 17 wird Dauerrecht

Seit 2004 wurde in den Ländern das begleitete Fahren ab 17 Jahren getestet. Mit Erfolg: 22 Prozent weniger Unfälle, 20 Prozent weniger Verkehrsverstöße.

Ab dem 01. Januar 2011 soll es dann bundesweit möglich sein, bereits mit 17 Jahren den Führerschein zu erwerben. Die Jugendlichen dürfen dann bis zum 18. Lebensjahr mit einer namentlich benannten, verkehrssicheren Begleitperson fahren.

Anforderungen an die Begleitperson:

  • Mindestens 30 Jahre alt
  • Mindestens 5 Jahre im Besitz eines entsprechenden Führerscheins
  • Nicht mehr als 3 Punkte im Verkehrszentralregister

Nunmehr hat das Kabinett am 04. August 2010 auf Vorschlag des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer der geplanten Gesetzesänderung des Straßenverkehrsgesetzes zugestimmt (04.08.2010, NR. 224/2010).

Peter Ramsauer begrüßt nicht nur die pädagogische Wirkung durch die Begleitperson:

(…) Das Modellvorhaben hat gezeigt: das Begleitete Fahren verbessert die Fahrkompetenz der Fahranfänger erheblich. Das kann ich übrigens auch aus eigenem Erleben unterstreichen. Bei den beiden älteren meiner vier Töchter habe ich mehrfach selbst auf dem Beifahrersitz gesessen. Meine persönlichen Eindrücke von dem Projekt waren durchweg positiv.

Der vom Kabinett verabschiedete Gesetzesentwurf durchläuft aktuell das ordentliche Gesetzgebungsverfahren – noch müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen.

Quelle des o.g. Zitats: BMVBS.de

Über JR

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3 Kommentare

  1. Ich denke auch die Statistiken sprechen für sich, dass nun die 17-jährigen das Fahren richtig üben konnten mit Unterstützung ihrer Eltern und dann sicher mit 18 allein ein Fahrzeug führen können. Dies ist eine sehr gute Regelung.

  2. Zu meiner Zeit hat selbst mein Fahrlehrer zu mir gesagt: den Führerschein machst du hier, das Fahren lernst du dann später im Laufe der Zeit.

    Die Regelung führt m.E. zu zwei großen Vorteilen:
    – die Jugendlichen müssen gerade in der etwas holprigen Anfangszeit begleitet fahren, haben also ständige Unterstützung durch die Begleitperson
    – diese wiederum darf auch während des begleiteten Fahrens nie mehr als 3 Punkte haben, was dazu führt, dass die Begleitperson selbst darauf bedacht sein muss, vorschriftsmäßig zu fahren

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