Donnerstag , 30 Juni 2016
Profiltiefe und Reifendruck für Motorräder -Gesetzeslage

Profiltiefe und Reifendruck für Motorräder -Gesetzeslage

Wenn es um die Sicherheit beim Motorradfahren geht, kommt der Beschaffenheit der Reifen eine besondere Bedeutung zu, denn sie sind das Bindeglied zwischen der Maschine und dem Asphalt. Die aufgezogenen Pneus sind maßgeblich für die Haftung auf der Straße verantwortlich und haben einen großen Einfluss auf das Fahrverhalten. Doch wie sieht eigentlich die Gesetzeslage aus und wie sinnvoll sind die Vorgaben in der Realität.

Die Profiltiefe – Ein Maß für die Abnutzung der Reifen

Bei jeder Fahrt mit dem Motorrad findet auf der Reifenoberfläche ein mechanischer Abrieb statt, der bewirkt, dass kontinuierlich Gummi von der Oberfläche abgetragen wird, was mit der Zeit zu einer Abnahme der Profiltiefe führt. Generell gilt: Je geringer die Profiltiefe, desto schlechter sind auch die Fahreigenschaften der Reifen. Diese Erkenntnis hat den Gesetzgeber dazu veranlasst, eine Mindestprofiltiefe einzuführen, die in Deutschland und der Schweiz 1,6 Millimeter beträgt. Wird dieser Wert unterschritten, muss der Fahrer mit einem Bußgeld sowie einem Punkt im Fahreignungsregister rechnen. Damit sich die kritische Profiltiefe schneller erkennen lässt, haben viele Hersteller ihre Pneus mit speziellen Einkerbungen versehen, die in ihrer Höhe der gesetzlichen Vorgabe entsprechen und auch als TWIs bezeichnet werden. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, aus welchem Land die Reifen stammen, da die Einkerbungen bei amerikanischen Modellen nur eine Höhe von 0,8 Millimeter aufweisen. Um hier nichts verkehrt zu machen, empfiehlt es sich auf einen bundesweiten Händler wie Tirendo zurück zu greifen. Grundsätzlich ist die gesetzliche Vorgabe als absolute Untergrenze zu betrachten, da auch schon über dieser Marke die Pneus erheblich an Qualität einbüßen. Es ist daher empfehlenswert die Reifen so früh wie möglich zu wechseln. Als Richtwert hat sich hier in der Vergangenheit eine Profiltiefe von 2 Millimeter bewährt.

Der richtige Reifendruck

Die Beschaffenheit eines Motorradreifens steht im direkten Zusammenhang mit dem Luftdruck im Inneren, da dieser neben den Fahreigenschaften und der Sicherheit auch die Lebensdauer beeinflusst. So führt ein häufiges Fahren mit falschem Luftdruck in der Regel zu einer schnelleren Abnutzung der Pneus, was insbesondere beim Unterschreiten der Herstellerangabe der Fall ist. Wer mit einem zu niedrigen Reifendruck fährt, vergrößert die Kontaktfläche des Reifens mit der Straße, was einen erhöhten Verschleiß zur Folge hat. Analog dazu führt ein zu hoher Reifendruck zu einer Verringerung der Auflagefläche, wodurch die Straßenhaftung deutlich abnimmt und die Fahrsicherheit eingeschränkt wird. Da der Luftdruck exakt auf eine Maschine abgestimmt sein muss, gibt es hier keine generelle gesetzliche Vorschrift sondern lediglich spezifische Herstellervorgaben. Diese beziehen sich in der Regel auf beladene und unbeladene Motorräder und schreiben hierfür unterschiedliche Füllmengen vor. Um ein optimales Fahrverhalten bei maximaler Sicherheit zu erhalten, sollten die Angaben der Hersteller unbedingt eingehalten werden. Wichtig ist hier vor allem eine regelmäßige Kontrolle, da sich ein falscher Luftdruck häufig unbemerkt einstellt und erst am Messgerät zuverlässig erkannt werden kann. Es ist daher empfehlenswert, den Luftdruck mindestens einmal die Woche zu kontrollieren.

Über JR

Leidenschaftlicher Motorradfahrer, LawBike.de Betreiber

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