Schlagwörter Archiv: Punkte in Flensburg

Flensburger Punktereform – Peitsche ohne Zuckerbrot?

Flensburger Punktereform – Peitsche ohne Zuckerbrot?

so könnte sich die geplante Reform des Punktesystems in Flensburg für Verkehrsteilnehmer bezüglich des geplanten Wegfalls der freiwilligen Punkteabbaumöglichkeit darstellen. Wir berichteten bereits hier über die geplante Punktereform; eine wesentliche Änderung stellt der Wegfall der bisherigen Punkteabbaumöglichkeiten dar. Bisher konnte man nach einer -freiwilligen- Teilnahme an einem Aufbauseminar (Details dazu hier) bei einem Punktestand von 4-8 Punkten 4 Punkte und bei einem Punktestand von 9-13 immer noch 2 Punkte abbauen. Verkehrsteilnehmer, die das Aufbauseminar absolvierten, konnten nochmals nach der Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung bei einem Punktestand von 14-17 Punkten weitere 2 Punkte abbauen. Die freiwilligen Punkteabbaumöglichkeiten sollen im Rahmen der Reform komplett gestrichen werden. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BVBS) hat im Internet über das eigens eingerichtete Internetportal www.punktereform.de die Bürger nach ihrer Meinung (Mitreden!) zu der anstehenden Reform gefragt. Einige Verkehrsteilnehmer sprachen sich dort u.a. für einen Beibehalt der Punkteabbaumöglichkeiten durch Teilnahme an einem freiwilligen Seminar ... Mehr lesen »

Neue “3D-Blitzer” auf hessischen Autobahnen

Neue “3D-Blitzer” auf hessischen Autobahnen

Die ersten Geschwindigkeits-/Abstandsmessgeräte dieser Art sollen nun an drei hessischen Autobahnen eingerichtet worden sein, nämlich auf der A5, zwischen Frankfurter Kreuz und Anschlussstelle Langen/Mörfelden; A5, zwischen Reiskirchener Dreieck und Gambacher Kreuz; A7, zwischen  Anschlussstellen Kassel und Melsungen Weitere Messstellen sollen folgen. Die neuen Geräte des Typs “VKS 3D select” sollen über eine dreidimensionale Messtechnik verfügen und nahezu an jeder Stelle eingesetzt werden, auch z.B. in Kurven und Gefällstrecken. Die neuen Geräte messen Geschwindigkeit und Abstand. Die Behörden wollen damit gegen “Drängler” und “Raser” vorgehen. Bei einem “Probelauf” seien in nur 2 Stunden bereits 400 Verstöße registiert worden; Probleme des Datenschutzes sollen nunmehr der Vergangenheit angehören, da eine Kamera den Verkehr zwar durchgehend, aber “unscharf” aufzeichnen soll. Nur im Verdachtsfall soll eine weitere Kamera zur Identifikation zugeschaltet werden. Man darf gespannt sein… Quelle: hr-online.de; “3D-Kameras gegen Autobahn-Drängler”, Meldung v. 27.07.12 Anmerkung: Es handelt sich hier nicht um “Blitzer”, da gar nicht geblitzt sondern vielmehr -unbemerkt- aufgezeichnet wird. Die Aufzeichnung erfolgt von auf ... Mehr lesen »

Auf Fest randaliert – Führerschein weg

Auf Fest randaliert – Führerschein weg

Das Verwaltungsgericht Mainz hatte über einen Fall zu entscheiden, bei welchem ein Mann auf einem Fest stark alkoholisiert randalierte und die Polizei eine Blutprobe veranlasste. Diese ergab einen Wert von 3 Promille. Nachdem die Fahrerlaubnisbehörde davon erfuhr, gab diese dem Mann zur Abklärung eines möglichen Alkoholmissbrauchs auf, ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) innerhalb einer bestimmten Frist beizubringen. Der Mann blieb jedoch untätig und die Behörde reagierte: Es folgte der Entzug der Fahrerlaubnis unter Anordnung des Sofortvollzuges. Der Mann wehrte sich dagegen und der Fall gelangte aufgrund des Antrags zum Stopp des Sofortvollzugs zum VG Mainz. Dieses bestätigte die Entscheidung der Fahrerlaubnisbehörde mit der Argumentation: nach wissenschaftlicher Erkenntnis gehörten Personen, die 1,6 ‰ und mehr erreichten, zu den überdurchschnittlich alkoholgewöhnten Kraftfahrern mit regelmäßig dauerhaft ausgeprägter Alkoholproblematik, welche die Gefahr von Alkoholauffälligkeit im Straßenverkehr in sich berge die Gewöhnung an größere Mengen Alkohol werde auch auch dadurch bestätigt, dass der Mann trotz 3 ‰ aggressiv aufgetreten sei und ... Mehr lesen »

Geblitzt mit Poliscan Speed? Restzweifel an Zuordnungssicherheit im dichten Verkehrsgeschehen

Geblitzt mit Poliscan Speed? Restzweifel an Zuordnungssicherheit im dichten Verkehrsgeschehen

Zu diesem Ergebnis kommt ein Aufsatz der Sachverständigen Dipl.-Phys. Klaus Schmedding (Oldenburg) und Olaf Neidel (Perleberg) sowie des techn. Mitarbeiters Thorsten Reuß (Oldenburg). Die Sachverständigen führten im Februar 2012 Fahrversuche mit dem Laser-Geschwindigkeitsmessgerät Poliscan Speed durch. Untersucht wurden vor allem Schrägfahrten und insbesondere die Fahrzugauswahl des Messgeräts. Der Aufsatz erwähnt mehrere Versuchsfahrten. Zum Einsatz kamen ein SUV (Mercedes ML) und ein Volvo, wobei der Mercedes eine deutlich höher aufbauende und somit größere Reflexionsfläche als der Volvo geliefert habe. Es wurden Einzelmessungen gemacht, aber auch Fahrten, wobei der Volvo und der Mercedes auf zwei Spuren versetzt fuhren. Im Rahmen der Versuchsfahrten haben die Sachverständigen folgende Erkenntnisse vorgetragen: Messung durch Schrägfahrt (Fahrgasse mit Pylonen, welche unter ca. 7° auf das Messgerät zuführte) hätten ergeben, dass die vom Hersteller angegebene Messwertbildung durch Erfassung der Kraftfahrzeuge tatsächlich in einer größeren Distanz zum Messgerät erfolge – nämlich etwa 50 m davor Da von den Sachverständigen der Verdacht ... Mehr lesen »

Land Hessen hat 2011 über 72 Millionen Euro Bußgelder eingenommen

Land Hessen hat 2011 über 72 Millionen Euro Bußgelder eingenommen

das teilt die zentrale Bußgeldstelle Regierungspräsidium Kassel des Landes Hessen in ihrer Bilanz 2011 mit. Mit 1.410.167 seien im Jahre 2011  etwa 77.000 Anzeigen mehr im Jahre 2010 eingegangen. Ca. 62 % davon (926.377) haben nach Angaben der Behörde sog. geringfügige Verkehrsverstöße, also Verwarnungsgelder bis € 35,-, ausgemacht (dafür gibt´s keine Punkte!). Dem Land Hessen seien 2011 Einnahmen in Höhe von insgesamt € 72.341.613,05 aus den verfolgten Ordnungswidrigkeiten zugeflossen. Weitere Eckdaten: 565.000 erlassene Bußgeldbescheide; davon 39.000 mit Fahrverbot 384.000 Bußgeldbescheide wegen anderer schwerwiegender Verkehrsverstöße 163.000 Kostenbescheide wegen Halt- und Parkverstößen 164.000 Fälle von Vollstreckungen von Geldforderungen, davon in 19.000 Fällen Erzwingungshaft beantragt Einzug von 31.895 Führerscheinen, davon 1.800 Fälle durch polizeiliche Beschlagnahme 14.902 Fälle von Telefonieren während der Fahrt 118 Verstöße gegen die “neue Winterreifenpflicht” PKW-Anteil bei den Verstößen 89% nur 0,3 % Anteil Motorradfahrer Quelle: Pressestelle Regierungspräsidium Kassel Hier gehts zur kompletten Bilanz des RP Kassel. Mehr lesen »