Montag , 23 Oktober 2017

Schlagwörter Archiv: Unfall

Mit dem Motorrad auf Reise: Was sollte bei der Versicherung beachtet werden?

Mit dem Motorrad auf Reise: Was sollte bei der Versicherung beachtet werden?

Die Motorradreise in Ausland ist immer auch kleines Abenteuer: Neben den Widrigkeiten des Wetters, schwieriger Straßenverhältnisse in einigen Ländern stellt das richtige Packen auch immer eine Herausforderung das. Zudem sollten die Reisedokumente auf Vollständigkeit überprüft und der Versicherungsschutz möglicherweise erweitert werden. Welche Dokumente sind notwendig? Wie bei der jeder Fahrt sollten alle Dokumente zum Bike vollständig mitgeführt werden: Neben dem Fahrzeugschein (seit einigen Jahren “Zulassungsbescheinigung Teil 1) kann das auch eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für Zubehörteile wie Lenker oder Reifenfreigaben sein. Letztere sind immer dann notwendig, wenn die Reifengröße nicht in den Dokumenten eingetragen ist. Ohne den Fahrzeugschein ist ein Grenzübertritt außerhalb des Schengen-Raumes kaum möglich, weshalb auch immer eine Kopie mitgeführt werden sollte. Der Platz unter der Sitzbank ist als Unterbringungsort ideal. Weiterhin sollte eine die sogenannte Grüne Versicherungskarte mitgeführt werden, die als Nachweis für den Auslandsversicherungsschutz dient. Grundsätzlich ist dies seit einigen Jahren zwar nicht mehr notwendig, kann ... Mehr lesen »

Unverschuldeter Verkehrsunfall: Ersatz des Schadens

Unverschuldeter Verkehrsunfall: Ersatz des Schadens

Schnell ist es passiert: Ein unschuldiger Motorradfahrer wurde in einen Verkehrsunfall verwickelt. In finanzieller Hinsicht kann sich dies schnell zum Super-GAU entwickeln, wenn er nicht auf einen professionellen Beistand zurückgreift. Nach einem Unfall stehen die Betroffenen gedanklich oft erst einmal neben sich. Sind schließlich die Polizei und gegebenenfalls der Abschleppdienst verständigt, wird ihnen oft erst die Tragweite des Geschehens bewusst. Abgesehen von Sachschäden sollte spätestens dann, wenn ein Straf- oder Bußgeldverfahren eingeleitet wird, ein Strafverteidiger hinzugezogen werden, der dem Beschuldigten mit Rat und Tat zur Seite steht. Aber auch in allen anderen Fällen steht dem Geschädigten ein Rechtsbeistand zu. > Maßnahmen der Versicherer Die gegnerische Versicherung hat natürlich ein großes Interesse daran, den aufgetretenen Schaden möglichst gering zu halten – schließlich ist sie in der Pflicht, diesen zu ersetzen. Nimmt sich der Geschädigte in dieser Situation keinen Rechtsanwalt, kann es passieren, dass er sprichwörtlich über den Tisch gezogen wird, nämlich ... Mehr lesen »

Geblinkt und nicht abgebogen: Fahrer haftet trotz Vorfahrt

Geblinkt und nicht abgebogen: Fahrer haftet trotz Vorfahrt

Ein einmaliges Blinken des Vorfahrtberechtigten begründet keinen ausreichenden Vertrauenstatbestand für den Wartepflichtigen, dass der Vorfahrtberechtigte tatsächlich abbiegen wird. So entschied das LG Saarbrücken mit Urteil vom 07.06.2014 (Az.: 13 S 34/13). Wenn sich ein Fahrer auf seiner Vorfahrtsstraße nach kurzem Blinken umentscheidet und statt dem ursprünglich geplanten Abbiegen geradeaus fährt, haftet er im Falle eines Unfalls mit. Im dem LG Saarbrücken gestellten Fall hielt dieses eine Mithaftung in Höhe von 20% für angemessen. Hier hatte ein Autofahrer auf einer Vorfahrtsstraße vor einer Einmündung nach rechts kurz geblinkt, war aber dennoch geradeaus gefahren. Der Linksabbieger, der auf das Abbiegen des anderen Autos nach rechts vertraut hatte, konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Fazit: Prinzipiell haftet an einer Vorfahrtsstraße bei einem Unfall der Wartepflichtige. Erzeugt der Vorfahrtsberechtigte aber eine besondere Gefahrenlage (Blinken, Umentscheidung, Geradeausfahren), muss er besondere Sorgfalt walten lassen, besonders vorsichtig in die Kreuzung hereinfahren, sich notfalls mit dem wartenden Fahrer ... Mehr lesen »

Motorradfahrer – schneller, aber unsicherer durch den Stau?

Motorradfahrer – schneller, aber unsicherer durch den Stau?

Im Sommer beobachtet man immer wieder, dass Motoradfahrer Zwischenräume nutzen, um schneller einen Stau durchfahren zu können. Die Gründe liegen auf der Hand: Für Motorradfahrer sind Staus eine stärkere körperliche Belastung als für Autofahrer und auch die Wetterverhältnisse lassen die Fahrer oft entnervt ein Überholmanöver starten. Dass die zulässige Variante des Linksüberholens immer noch die sicherste Fahrweise ist, bietet den Motorradfahrer jedoch wenig Trost. Meist ist der vorgeschriebene Sicherheitsabstand nicht einzuhalten und es wird doch wieder zu juristisch verbotenen Manövern gegriffen. Rechtliche Situation Gemäß der Straßenverkehrsordnung gilt auch für den Führer des Motorrads grundsätzlich, dass er in Stausituationen stehenbleiben und fahrbereit am Kraftrad verbleiben muss. Wer sich mit seinem Motorrad zwischen Autos hindurchschlängelt, muss damit rechnen, dass es als unzulässiges Rechtsüberholen gewertet wird. Rechtsüberholen ist grundsätzlich unzulässig, § 5 Abs. 1 StVO. Jedoch hat jeder Grundsatz auch eine Ausnahme. Hier für Rad- und Mofa-Fahrer unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 8 StVO: Ist ausreichender ... Mehr lesen »

Oldtimerunfall bei Mille Miglia – Neulackierung für 56er Mercedes 300 SL Flügeltürer

Oldtimerunfall bei Mille Miglia – Neulackierung für 56er Mercedes 300 SL Flügeltürer

Nach einem Oldtimerunfall bei der “Mille Miglia” gab es Streit über den Umfang des Schadens. Dieser Streit landete schließlich in der Berufung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Betroffen war ein im sehr guten Allgemeinzustand befindlicher Mercedes 300 SL Flügeltürer Baujahr 1956. Der Oldtimer wurde Anfang Mai 2005 mit einer neuen und sehr hochwertigen Lackierung versehen. Am 24.05.2005 nahm der 300 SL an der Oldtimerrallye “Mille Miglia” teil. Mehr lesen »